Der Rennsteigtunnel - Deutschlands längster Straßentunnel

Größtes und aufwändigstes Bauwerk im Zuge der Kammquerung des Thüringer Waldes war der Rennsteigtunnel. Mit 7916 Metern Länge entstand hier der mit Abstand längste Straßentunnel in Deutschland.

Die Gesamtuntertunnelung des Gebirgskammes garantiert den Erhalt und die ungehinderte Entwicklung aller wertvollen Biotope und vermeidet die Störung von Flora und Fauna. In Bezug auf Natur- und Landschaftsschutz stellt dieser große Tunnel die beste Lösung dar. In der Mitte des zweiröhrigen Tunnels erreicht die A 71 bei ca. 670 m über dem Meeresspiegel ihren höchsten Punkt zwischen Erfurt und Schweinfurt. Diese Steigung ist deshalb erforderlich, weil der Rennsteigtunnel im Berg den Brandleitetunnel der Bahn-Strecke Erfurt-Meiningen (mit 3038 Metern Länge der längste Eisenbahntunnel der ehemaligen DDR) überquert. Zwischen dem Eisenbahntunnel, der 1881 bis 1884 gebaut wurde, und dem Autobahntunnel verbleibt eine Gebirgsfeste von 6 bis 7 m.

Rennsteigtunnel

 

Daten des Rennsteigtunnels

Baujahre 1998-2003
Bauzeit: 57 Monate
Eröffnung: 05.07.2003
Verkehrsfreigabe: 07.07.2003
Erste Sprengung 26.08.1998
Lage zwischen den Anschlußstellen Geraberg und Zella-Mehlis
Länge 7 916 m (westl. Röhre)
7 878 m (östl. Röhre)
Achsabstand der Röhren ca. 25 m
Steigungswinkel 2,5 %
max. Höhe üNN 670 m
Straßenquerschnitt je Röhre 2 Fahrstreifen mit Sicherheitsstreifen (1 m + 2 x 3,75 m + 1 m = 9,50 m)
Lichte Höhe 4,50 m
Fluchtwege 25 Querschläge in Abständen von ca. 300 m
jeder zweite ist befahrbar
Mittlere Vortriebsleistung bis zu 10 m pro Röhre und Arbeitstag
Belüftung Längslüftung mit 2 Luftaustauschzentralen
Baukosten ca. 12.700 Euro pro lfd. Meter Röhre

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